Naturschutzstation Teichhaus EschefeldAktuelles

Amphibienwanderung am Hegeteich

Die NABU-Naturschutzstation Teichhaus Eschefeld betreuet seit mehreren Jahre den Amphibienschutzzaum in Narsdorf

Foto: Esther Sossai
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Foto: Esther Sossai

In jedem Frühjahr machen sich unsere heimischen Amphibien auf den Weg, um ihre Laichgewässer zu erreichen. Der Beginn der Frühjahrswanderung wird durch eine innere Uhr sowie die Außentemperatur gesteuert und fängt in der Regel an, wenn der Boden frostfrei ist und die Nachttemperaturen fünf Grad Celsius übersteigen. Die Wanderleistung der einheimischen Amphibien ist enorm. So kann die Erdkröte auf ihrer Wanderung zum Laichgewässer bis zu drei Kilometer zurücklegen.

Auch in Narsdorf ziehen Frösche, Kröten und Molche aus dem Hegeholz Richtung Hegeteich. Die von Bruchheim nach Rathendorf führende Straße, die das Gehölz zerschneidet, wird für sie zur tödlichen Gefahr. Deshalb betreut seit vielen Jahren die NABU-Naturschutzstation Teichhaus Eschefeld den 650 Meter langen Amphibienschutzzaun am Hegeteich. Dieses Jahr wurde er am 10. März 2021 aufgebaut. Über 50 im Abstand von etwa zehn Metern eingegrabene Falleimer werden bis Mitte April auf der Anwanderungsseite täglich kontrolliert. Ehrenamtliche Naturschützer, wie Joachim Krüger aus Geithain, notieren die Anzahl, die Art und das Geschlecht der Amphibien und bringen sie sicher zu ihrem Ziel.

Ein weiblicher Springfrosch war am Tag darauf das erste Tier, das sich in einem Eimer fand und von dem erfahrenen ehrenamtlicher Mitarbeiter Joachim Krüger in Richtung Wasser getragen wurde. Springfrösche zählen in Deutschland zu den selteneren Froscharten und sind europaweit nach der FFH-Richtlinie (Anhang IV) und „streng geschützt“ gemäß Bundesnaturschutzgesetz geschützt.

Ein Dank gilt all den ehrenamtlichen HelferInnen, den MitarbeiterInnen des NABU-Naturschutzzentrum Groitzsch und des NABU-Projektes- Zukunftsgarten Borna-Gnandorf, ohne die der Aufbau sowie die Betreuung des Zaunes nicht möglich wäre.

Zusätzliche Informationen, unter anderem zu allen heimischen Reptilien- und Amphibienarten, gibt es unter www.amphibienschutz.de.

Die Durchführung  des Projektes wurde finanziell unterstützt über die Richtlinie des sächsischen Staatministeriums für Umwelt und Landwirtschaft für die Förderung von Maßnahmen zur Sicherung der natürlichen biologischen Vielfalt und des natürlichen ländlichen Erbes im Freistaat Sachsen.

Aufbau des Amphibienschutzzaun - Foto: Esther Sossai
Ehrenamtliche Naturschützer Joachim Krüger am Hegeteich - Foto: Katrin Schröder
Springfrosch - Foto: Joachim Krüger



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